Saturday, November 10, 2007
Galapagos - Meerestiere
Saturday, November 3, 2007
Friday, November 2, 2007
Galapagos - Schildkröten

Sie haben den Inseln den Namen gegeben - Galapagos: Schildkröten. Durch ihren Panzer auf den Inseln von allen anderen Tieren geschützt und sehr genügsam könnten diese Urtiere ein zufriedenes Leben führen und fast 200 Jahre alt werden . Der Mensch, der die Galapagos schon seit mehreren Jahrhunderten für seine Zwecke braucht, setzte dem fast ein Ende und brachte die Riesenschildkröten kurz vor das Aussterben.
Die Walfänger und Piraten, die die Inseln aufsuchten, um ihre Proviante aufzufüllen, luden die Schildkröten zu Hunderten in ihren Schiffsrumpf. Da die Tiere ein Jahr ohne Nahrung und ohne Wasser überleben können, waren sie eine willkommene Lebendkonserve. Später zertrampelten oder frassen die Haustiere der Siedler die fragilen Eier der Schildkröten.

Auf der Darwin Station werden seit Jahren Junge nachgezogen und, wenn sie genug stark und gross sind, wieder ausgesetzt. Ein ganz spezielles Exemplar auf dieser Forschungsstation ist Lonely George, der einzige Überlebende einer ganzen Inselpopulation. Man sucht verzweifelt ein DNA-nahes Weibchen für ihn. Aber er weigert sich seit Jahren standhaft, sich zu paaren. Wie wenn er der Menschheit vor Augen führen möchte, was Aussterben heisst.
Die Männchen haben unten am Bauch eine Vertiefung, damit sich ihr Panzer beim Geschlechtsverkehr besser an den Panzer des Weibchens anpasst. Das fand ich noch praktisch. Alte Weibchen haben einen abgeriebenen Panzer, man sieht ihnen das aktive Sexualleben während Jahrzehnten an. Übrigens stöhnen sie dabei wie Menschen. Ich hielt auch schon im Amazoonico verblüfft inne und hatte wagemutige Volontäre im Verdacht, die sich dann als liebestolle Tortugas rausstellten.
Übrigens haben die Galapagas-Schildkröten keine Zähne. Und Anja schien es ihnen gleich tun zu wollen...
Galapagos - Krabben und Echsen

Einer unserer Mitreisenden wollte gar unbedingt auf die verzauberten Inseln, weil auf einem Memory seiner Kindheit Galapagosechsen abgebildet waren, die ihn so fasziniert hatten. Und sie faszinieren wirklich. Die Arten sind von Insel zu Insel verschieden, die Unterschiede für mich Laien manchmal nicht ersichtlich.
Auf einer der Inseln findet eine Vermischung der Landleguane mit den Meerechsen statt, daraus gehen sogenannte Hybriden hervor, die aber wie die Maultiere unfruchtbar sind.Wednesday, October 31, 2007
Galapagos - Seelöwen
Die Männchen kann man durch die nach vorne gewölbte, markante Stirne unterscheiden. Die Bullen haben einen Harem, den sie zusammenhalten und verteidigen.
Da die Seelöwen auch keine Scheu vor den Menschen zeigen und oft einfach faul am Strand liegen, wenn sie nicht gerade fischen, mussten wir aufpassen, dass wir nicht über die Tiere stolperten. Nur auf einer Insel waren die Seelöwen ein wenig aggressiv. Ich hörte zwei Erklärungen dafür: a) Weil die Insel zu häufig von Touristen besucht werde b) Weil die Mütter aufnahmefähig wären, die Bullen also wilder, und sie gleichzeitig die Jungen entwöhnen wollen, welchen das natürlich nicht passt.
Bei einem Tier am Strand konnten wir einen Haibissabdruck erkennen, der vernarbt war.
Immer wieder gruselig und zugleich faszinierend waren die eher mumifizierten denn verwesten Tierkadaver. Der Tod muss nicht im Versteckten agieren auf Galapagos.
Immer wieder gruselig und zugleich faszinierend waren die eher mumifizierten denn verwesten Tierkadaver. Der Tod muss nicht im Versteckten agieren auf Galapagos.
Das für mich schönste Erlebnis mit den Seelöwen
war aber zweifellos das Schnorcheln mit diesen geschickten Schwimmern. Sie waren so nah, dass ich sie hätte berühren können und es schien ihnen Spass zu machen, um mich herum zu schwadern. Zwischendurch hielten sie inne und schauten mich mit ihren schwarzen Kugelaugen unter Wasser an. Unvergesslich.
Galapagos

Bettina und ich hatten uns sehr kurzfristig für die Galapagos entschieden. An
Die Ferien waren nicht billig und wir haben uns im Vorfeld auch Gedanken darüber gemacht, ob man den Galapagos-Tourismus überhaupt unterstützen sollte, weil er der endemischen Inselwelt erwiesenermassen schadet. Die vorherrschende Meinung hier ist, dass es den Nationalpark ohne Touristen überhaupt nicht geben würde, da die ecuadorianische Regierung kein Interesse hätte, ein Naturschutzprojekt aufrecht zu erhalten, das nicht gewinnbringend ist.
Anja und ich fuhren bereits am Freitag mit dem Bus nach Tena, damit für Anja die lange Reise nach Quito etwas gestaffelt war. Während der Fahrt nach Tena merk
Am Morgen früh ging der Flug nach Galapagos. Anja konnte sich noch gut an den Flug mit Grövu von der Schweiz nach Ecuador erinnern und erzählte zwischendurch kleine Müsterchen. Am meisten freute sie sich natürlich auf das Essen. Während Anja ein bisschen unter Ohrendruck litt, hatte ich, wie immer, etwas Flugangst. Es bleibt ein Rätsel, warum ich damals die Flightattendant-Ausbildung gemacht habe. Es ging aber alles gut
Die Crew auf der kleinen Yacht Angelito war professionell und für ecuadorianische Verhältnisse erschreckend pünktlich.
Auf dem Schiff waren 8 Doppelzimmer, Anja und ich teilten die kleine Kajüte mit Bettina. Die anderen Reiseteilnehmer waren: Jean-Claude und Barbara, ein Schweizerpaar aus Biel, das uns später im Amazoonico besuchen kam, drei weitere Schweizer, ein Australier, ein in den Staaten lebender Israeli mit seinem 13jährigen Sohn, eine amerikanische Botschaftsangestellte, die in Venezuela arbeitet (und den Auftrag hat, der venezuelischen Bevölkerung die amerikanische Kultur näher zu bringen), mit ihrem dänischen
Die Tage auf dem Schiff liefen alle ähnlich ab.
Meistens nachts fuhren wir zu einer neuen Insel. Anja und ich schliefen erstaunlich gut, obwohl der Wellengang das Schiff manchmal recht zum Schaukeln brachte.
Dann folgte, oft schon sehr früh, was meiner Tochter sehr entgegen kam, ein reichhaltiges Frühstück.
Morgens ging es mit ein
Meistens gab es morgens noch einen Schnorchelgang, bei dem ich auch mitmachen konnte, wenn Bettina oder sonst jemand anbot, auf Anja aufzupassen. Da das Wasser relativ kühl ist, (der kalte Humboldt-Strom ist ja ein wichtiger Faktor für das besondere Klima der „verzauberten Inseln“), zogen wir einen Neopren an.
Auch das Mittagessen war immer lecker, mit viel einheimischem
Am Nachmittag stand entweder Baden, Schnorcheln, ein weiterer Inselgang oder Weiterfahrt mit dem Schiff auf dem Programm.
Gegen Abend wurden wir über den Ablauf des nächsten Tages ins Bild gesetzt und über die Besonderheiten der jeweiligen Insel informiert. Jede der Galapagos-Inseln hat eine für sie typische Tier- und Pflanzenwelt und eine andere Entstehungsgeschichte. Pflanzen und Tiere, die nur an einem bestimmten Ort der Welt vorkommen, nennt man endemisch. (Der letzte Satz ist mir so rausgerutscht, ich kann halt auch nicht aus meiner Haut… hihi.)
Nach dem Essen sass man dann meist noch ein Weilchen zusammen und plauderte.
Ich erlebte diese 8 Tage als ganz besondere Tage. Mir gefiel vor allem die Landschaft, diese
Und obwohl ich oft nicht bei der Gruppe war und hören konnte, was Diego erzählte, weil ich mit Anja am Sandele war, und obwohl Anja hier ihre zwei Schn
Etwas zu denken gab schliesslich dann halt doch noch der Tourismus. Die Touristen schleppen unausweichlich Sand, Samen und kleine Tiere von der einen Insel zur anderen und gefährden so die einheimischen Arten. Das Abwasser aller Touristenboote wird ins offene Meer gelassen, jeden Tag jeten etliche Flugzeuge nach Baltra, der Flugplatz-Insel
In den nächsten Blogeinträgen werde ich vor allem Fotos zu einem Thema erläutern. Wenn jemand Fragen, Anregungen oder auch Korrekturen hat (schliesslich waren einige von euch ebenfalls schon da), meldet euch bitte mit einem Kommentar, dafür ist er gedacht.
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